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Politik Bayern, 03.10.2018

Huml: Naloxon-Modellprojekt ist gestartet

Bayern baut die Suchthilfeangebote und die medizinische Versorgung für Drogenabhängige weiter aus. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml betonte am Mittwoch: "Das bayerische Naloxon-Modellprojekt ist Anfang Oktober gestartet. Speziell geschulte Laien können nun höchstgefährdeten Menschen im Heroin-Notfall mit Naloxon entscheidend helfen. Denn Naloxon kann die atemlähmende Wirkung von Heroin innerhalb kürzester Zeit aufheben."

Das bayerische Gesundheitsministerium fördert das Modellprojekt "BayTHN - Take-Home-Naloxon in Bayern" in den kommenden drei Jahren mit 330.000 Euro. Dabei wird ein Schulungsprogramm für medizinische Laien zum Einsatz von nasalem Take-Home-Naloxon in Notfallsituationen bei drogenabhängigen Menschen wissenschaftlich begleitet und evaluiert.

Naloxon darf bislang nur von Ärzten angewandt werden. Das Projekt wird federführend von der Universität Regensburg in Kooperation mit der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Universität Bamberg sowie mit verschiedenen Einrichtungen der bayerischen Suchthilfe an den vier Standorten Regensburg, München, Nürnberg und Augsburg mit 450 Studienteilnehmern durchgeführt.

Die Ministerin, die approbierte Ärztin ist, erläuterte: "Medizinische Laien sollen das Medikament bei Menschen anwenden, die akut einen durch eine Heroinüberdosis verursachten Atemstillstand erlitten haben. Mit diesem Projekt sollen die Voraussetzungen geschaffen werden für eine dauerhafte Implementierung der Naloxon-Notfallgabe durch geschulte medizinische Laien in die Angebote der bayerischen Suchthilfe. Für Maßnahmen zur Suchtprävention und Suchthilfe investiert der Freistaat Bayern insgesamt jährlich 5,6 Millionen Euro."

Huml fügte hinzu: "Für Heroinabhängige setzen wir auch auf einen weiteren Ausbau der ärztlichen Substitutionsbehandlung etwa mit Methadon. Substitution ist eine Überlebenshilfe. Dadurch gelingt es Betroffenen, sich gesundheitlich und sozial zu stabilisieren. Bayern hat sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass Rechtsunsicherheiten für substituierende Ärzte beseitigt werden. Eine engmaschige, kompetent geführte Substitutionsbehandlung verbessert die Lebensbedingungen drogenabhängiger Menschen entscheidend."

Die Ministerin unterstrich: "Der Kampf gegen Drogen muss weiter verstärkt werden. Dabei ist es wichtig, vor allem junge Menschen intensiv über die Risiken durch Drogen aufzuklären. Insbesondere die Gefahr durch Neue psychoaktive Stoffe wie 'Kräutermischungen' oder 'Badesalze' darf nicht unterschätzt werden. Da die meisten dieser Substanzen bislang weitgehend unerforscht sind, gehen Konsumenten unkalkulierbare gesundheitliche Risiken ein."

(tw)  [Druckansicht] [Leserbrief schreiben]

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