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Politik Altötting, 09.10.2018

Söder und Füracker: Bayern richtet erste Behördensatelliten ein

Der Ministerrat hat heute das von Finanz- und Heimatminister Albert
Füracker vorgelegte Konzept "Behördensatelliten" verabschiedet. "Wir
wollen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern und gleichzeitig
Pendlerströme reduzieren", stellte Ministerpräsident Dr. Markus Söder im
Rahmen der Kabinettssitzung klar. Daher werden in einem ersten
Pilotverfahren an den fünf Standorten Aichach, Altötting, Bad Aibling,
Landsberg am Lech und Schwandorf Arbeitsplätze in sogenannten
Behördensatelliten eingerichtet. Nutzen kann sie jeder Fernpendler, der
beim Freistaat Bayern beschäftigt ist, sofern die Aufgaben ein Tätigwerden
außerhalb der Dienststelle zulassen. So sollen die einpendlerstärksten
Regionen München, Nürnberg und Regensburg entlastet werden. "Knapp
die Hälfte aller Verwaltungsmitarbeiter mit Dienstsitz in München hat seinen
Wohnsitz außerhalb des Stadtgebiets. Wir wollen, dass die Menschen Zeit
mit der Familie verbringen, statt auf der Straße oder im Zug", so Söder
weiter.

In Behördensatelliten werden Fernpendlern tageweise Arbeitsplätze
außerhalb der Dienststelle ressortübergreifend zur Verfügung gestellt. Die
ersten Behördensatelliten starten voraussichtlich in 2019/2020. Ab dem
Jahr 2021 ist eine Evaluierung dieses Pilotprojektes vorgesehen. Falls sich
das Verfahren bewährt, ist eine Ausweitung auf weitere Regionen möglich.

Der Freistaat gehört damit zu den familienfreundlichsten Arbeitgebern in
Bayern. Die Bedingungen für eine bestmögliche Vereinbarkeit von Familie
und Beruf und eine familienfreundliche Arbeitswelt sind im öffentlichen
Dienst in Bayern vorbildlich. "Mit der Einrichtung von Behördensatelliten
wird es uns nun gelingen, die Lücke zwischen Arbeit am Dienstort und
Telearbeit zu schließen und damit ein zusätzliches Angebot für Bedienstete
des Freistaats Bayern zur flexiblen Gestaltung ihrer Arbeit zu schaffen",
freute sich Staatsminister Füracker über den Beschluss des Bayerischen
Kabinetts. "Damit stehen pendelnden Bediensteten künftig mehrere Orte
zur Verfügung, um ihren Dienst zu erbringen. Neben der Zeit- und
Kostenersparnis für Pendler sollen Behördensatelliten dazu beitragen, das
Verkehrsaufkommen und die Emissionen in den Großstädten Bayerns zu
verringern", fügte Füracker hinzu. "Die Arbeit in einem Behördensatelliten
bietet den Bediensteten ein professionelles Arbeitsumfeld, das mit
modernster Technik auf Kosten des Arbeitgebers ausgestattet ist und
gleichzeitig - anders als bei der Telearbeit zu Hause - den persönlichen
Kontakt mit Kolleginnen und Kollegen auch aus anderen Ressorts
ermöglicht."

Die Auswahl der Zielorte erfolgte anhand eines objektiven
Kriterienkatalogs: Danach sollen Behördensatelliten außerhalb des
Verdichtungsraumes und vor Staupunkten liegen, ein hohes
Pendlervolumen aufweisen und gut an das Verkehrsnetz angebunden sein.
Zur Nutzung der Behördensatelliten sind Bedienstete des Freistaates
Bayern mit Dienstsitz in München, Nürnberg oder Regensburg berechtigt,
sofern sie täglich mehr als 50 km einfache Strecke pendeln müssen.

In einem Behördensatelliten sollen bis zu 20 Arbeitsplätze untergebracht
werden.

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