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Gesellschaft Region, 31.01.2019

Umfangreiche Einbruchserie gestoppt: 21 Taten geklärt – Haftbefehle erlassen

Seit Ende letzten Jahres ereigneten sich in den Landkreisen Mühldorf und Altötting zahlreiche Einbrüche in Firmen sowie mehrere in Schulen und beeinträchtigten so das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung. Durch intensive Ermittlungs- und Fahndungsmaßnahmen regionaler Polizeidienststellen wurden nun am 27. Januar zwei mutmaßliche Serieneinbrecher auf frischer Tat festgenommen. Den beiden 25- und 19-jährigen Tatverdächtigen werden bislang insgesamt 21 Taten zugeordnet. Auf staatsanwaltschaftlichen Antrag erließ der zuständige Ermittlungsrichter Haftbefehle. Die Leitung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd freut sich über den beachtlichen Erfolg der Kolleginnen und Kollegen für die Sicherheit in der Region und lobt die Professionalität des dienststellenübergreifenden Einsatzes gegen die Einbruchskriminalität.

Wie mehrfach lokal und überregional berichtet, hielten in den letzten Wochen vermehrt Einbrüche die Polizeidienststellen in Altötting, Burghausen und Mühldorf am Inn in Atem. Tatobjekte waren überwiegend Bekleidungsgeschäfte und Einzelhandelsläden außerhalb der Geschäftszeiten. Aber auch andere Gewerbebetriebe – darunter Werkstätten – wurden angegangen. Zudem hatten es die Täter in drei Fällen auf Schulen im nördlichen Landkreis Altötting abgesehen. Die Einbrecher konnten nur in einem Teil der Fälle Beute erzielen. An allen Tatorten wurden jedoch durch massive Gewaltanwendung erhebliche Sachschäden verursacht. Mitunter verwendeten die Täter professionelle elektrische Trenngeräte und gingen gezielt Tresore an.

Die Tatumstände sowie das Täterverhalten deuteten auf Serientäter hin. Die Kriminalpolizeistation Mühldorf am Inn bildete mit den Polizeiinspektionen Altötting und Mühldorf ein Ermittlungsnetzwerk, um der Einbruchserie durch konzertiertes Vorgehen zu begegnen. Gemeinsam mit der sachleitenden Staatsanwaltschaft Traunstein wurde ein ermittlungstaktisches Maßnahmenkonzept erarbeitet und umgesetzt. Mit starkem Kräfteansatz wurden neuralgische Bereiche überwacht und nach Verdächtigen gefahndet. Besonderes Augenmerk wurde freilich auch auf die umfangreiche Spurensicherung und -auswertung gelegt.

Das professionelle Zusammenspiel all dessen brachte dann schließlich in den frühen Morgenstunden am Sonntag 27.01. den erhofften Erfolg: Um 01:55 Uhr konnten Einsatzkräfte der Zivilen Einsatzgruppe der Operativen Ergänzungsdienste Traunstein zwei Männer bei einem erneuten Einbruch auf frischer Tat antreffen und festnehmen. Beide drangen kurz zuvor über den rückwärtigen Bereich in ein Bekleidungsgeschäft in der Mühldorfer Oderstraße ein. Nach kurzem Fluchtversuch wurden die Tatverdächtigen gestellt und festgenommen. Im Rahmen des Einsatzes erfolgte die Sicherstellung diversen Einbruchswerkzeugs.

Bei den folgenden Ermittlungsmaßnahmen erhärtete sich der Tatverdacht wegen Serieneinbruchs gegen die beiden 25- und 19-jährigen Männer. Insbesondere wurde bei Wohnungsdurchsuchungen umfangreiches Diebesgut aus den Einbrüchen sichergestellt. Dem aus der Region stammenden „Duo“ werden im Zeitraum seit vergangenem November 21 Taten zur Last gelegt, darunter auch ein Einbruch im Landkreis Rottal-Inn.

Die sachleitende Staatsanwaltschaft Traunstein stellte Haftantrag für beide Beschuldigte. Der Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Traunstein erließ Haftbefehl gegen die dringend Tatverdächtigen. Aufgrund der Würdigung der Gesamtumstände - insbesondere da sich beide Männer geständig zeigten - wurden die Haftbefehle vorerst gegen strikte Auflagen außer Vollzug gesetzt. Die Ermittlungen unter Federführung der Kripo Mühldorf dauern an.

Die Ständige Vertreterin des Polizeipräsidenten beim Polizeipräsidium Oberbayern Süd, Frau Leitende Polizeidirektorin Eva Schichl: „Ich bin stolz auf die Schlagkräftigkeit unserer Kolleginnen und Kollegen im Kampf gegen die Einbruchskriminalität. Gleichzeitig bin ich froh, dass das – durch Einbrüche stets leidende – Sicherheitsgefühl der Bevölkerung sehr rasch und nachhaltig wieder hergestellt und gestärkt werden konnte. Das ist freilich kein Zufall: Unsere Dienststellen arbeiten hochengagiert und professionell zusammen. Gleichzeitig können wir uns auf den Rückhalt aus der Bevölkerung verlassen; meine fortwährende Bitte: Seien Sie wachsam und teilen Sie uns Verdächtiges sofort über Notruf 110 mit! So können wir gemeinsam für die Sicherheit in unserer Region sorgen!“

(tw)  [Druckansicht] [Leserbrief schreiben]

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